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Potenziale ausschöpfen durch gezielte Einzelförderung

 
Seit 1991 haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, insbesondere diejenigen Menschen beruflich zu integrieren, denen aufgrund ihrer Behinderung der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt oft verschlossen bleibt. Hierzu gehören auch Menschen mit der Chromosomenstörung Trisomie 21. Die davon Betroffenen weisen meist typische körperliche Merkmale auf, und sind in ihren kognitiven Fähigkeiten in unterschiedlichem Maße beeinträchtigt. Einige Menschen mit Trisomie 21 erwerben den Regelschulabschluss, die meisten von ihnen können lesen und schreiben und viele entwickeln Kenntnisse und Fähigkeiten, die beruflich nutzbar sind. Wir erarbeiten mit unseren Rehabilitanden einen individuellen Weg in den Arbeitsmarkt und beziehen dabei die Eltern und Therapeuten in den Prozess ein.
 
Nach der Analyse der vorhandenen Fähigkeiten, Neigungen und Kompetenzen durch Gespräche, Beobachtungen im Alltag und bei gemeinsamen Übungen und Trainings entwickeln wir einen Förderplan, der neben dem beruflichen Training auch die Förderung der kognitiven und sozialen Kompetenzen einbezieht und die Entwicklung der Selbst- und Alltagskompetenzen des Rehabilitanden unterstützt. Die Feststellung der beruflichen Eignung findet frühzeitig im Rahmen von betrieblichen Praktika statt. Diese werden von uns organisiert und ermöglichen dem Rehabilitanden, sich in Tätigkeitsfeldern zu erproben, die seinen Neigungen entsprechen. Dabei berücksichtigen wir stets die individuelle psychophysische Belastbarkeit unserer Rehabilitanden und achten darauf, dass die Anforderungen der Arbeitserprobungen dem Leistungsbild des Rehabilitanden entsprechen.
 
Nach der Erarbeitung eines passenden Berufsbildes beginnen wir mit dem betrieblichen Training. Der Teilnehmer wird nun intensiv in seinen Aufgabenbereich eingearbeitet und dabei engmaschig vom Reha-Coach betreut. Damit die betrieblichen Praktika erfolgreich verlaufen, legen wir besonderen Wert darauf, die Mitarbeiter im Betrieb auf die Zusammenarbeit mit unserem Rehabilitanden vorzubereiten und Vorbehalte auszuräumen. Die Arbeitsaufgaben werden vor Beginn des Trainings detailliert besprochen und festgelegt und der Reha-Coach begleitet den Rehabilitanden im Einarbeitungsprozess. Während der gesamten Maßnahme erhält der Rehabilitand Hilfestellung und Unterstützung nicht nur bei der Bewältigung seiner beruflichen Aufgaben, sondern auch bei der sozialen Integration. Wir fördern den Aufbau von Kontakten und die Entwicklung aller Potenziale unserer Rehabilitanden. In unserer Philosophie gehört zu einer nachhaltigen beruflichen Integration nicht nur die Vermittlung in Arbeit, sondern auch die Förderung von individuellen Ressourcen, die unseren Rehabilitanden ermöglichen, ihre beruflichen Aufgaben auf Dauer zu bewältigen.