Mit informativen Vorträgen und viel Fachwissen – erfolgreicher Fachtag rund um Ambulante Berufliche Neuro-Rehabilitation bei SALO Offenbach
Vor der SALO-Niederlassung in der Offenbacher Lilistraße zeigte sich der Frühling mit blauem Himmel und viel Sonnenschein. Drinnen gab es geballtes Fachwissen von Experten der Ambulanten Beruflichen Neuro-Rehabilitation, kurz „ABN“ genannt.
Niederlassungsleiterin Maxin Pfüller und ihr engagiertes Team hatten Kostenträger der DRV Bund und Hessen sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Berufsgenossenschaften eingeladen, um sich über die Möglichkeiten der Wiedereingliederung in den Beruf nach beispielsweise einem Schlaganfall oder Unfall zu erkundigen.
Nach einer Tasse Kaffee begrüßte Geschäftsführer Stephan Stecher (SALO GmbH) die rund 40 Fachtagbesucher herzlich: „Wir freuen uns, dass Sie da sind. SALO ist jetzt im 11. Jahr in Offenbach und solange gibt es auch die ambulante Neuro-Rehabilitation. Ambulant heißt sie deshalb, weil das SALO-Team auch aufsuchend bis zu 150 Kilometer weit fährt, um zu Rehabilitandinnen und Rehabilitanden zu gelangen.“
Im Anschluss sprach Martin Wilhelm (SPD), Sozialdezernent und Stadtkämmerer der Stadt Offenbach, ein Grußwort: „Arbeit bedeutet Würde, Anerkennung, Selbstständigkeit und am Ende echte Inklusion. Die Behindertenquote in Betrieben ist gering, so ehrlich muss man sein. Dabei ist Integration nicht nur soziale Verpflichtung, sondern vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels auch wirtschaftlich wichtig. Integration bedeutet auch, Haltung zu zeigen.“
Jetzt wurde es Zeit für den ersten Fachvortrag. Dipl.-Psychologe Dr. Gilbert Mohr, Praxis für Neuropsychologie Saarbrücken, sprach über „Aufmerksamkeit – Konzepte, Operationalisierung, Neuroanatomie – ökologische Validität diagnostischer Verfahren“ und erläuterte, was Aufmerksamkeitsstörungen in der beruflichen Rehabilitation bedeuten.
Bei kleinen Köstlichkeiten vom Büffet wurde der geballte Wissens-Input erstmal besprochen, Kollegen begrüßt und Neuigkeiten ausgetauscht – dann stand bereits der zweite Vortrag auf dem Programm. Sina Kremer, M.Sc. Psychologin bei SALO Offenbach, brachte den Reha-Expertinnen und Experten unter dem Titel „Berufliche Teilhabe ermöglichen – Konzepte für Menschen mit verringerter Aufmerksamkeitsspanne“ die SALO-Arbeitsweise näher: „Erste Voraussetzung für eine gelingende Eingliederung nach neurologischen Erkrankungen ist der Wunsch nach einem beruflichen und sozialen Neustart“, sagte Sina Kremer.
Der Ablauf der ABN-Maßnahme läuft über Kostenträgerzuweisung und ausführlicher neuropsychologischer und sozialer Anamnese der Betroffenen. Im Anschluss wird das Leistungsbild besprochen und im direkten Austausch mit dem Teilnehmenden, Behandlern und Kostenträgern erfolgt das Abstimmen des weiteren Vorgehens. „Wir bei SALO arbeiten direkt mit Betrieben zusammen, in denen die Betroffenen zügig erste Erprobungspraktika absolvieren“, erläuterte Sina Kremer. In dieser Orientierungsphase wird die Belastbarkeit schrittweise gesteigert, und so idealerweise die Akzeptanz der neuen Lebenssituation langsam ausgebaut. Intensives Training beruflicher und sozialer Kompetenzen, berufliche (Um)-Orientierung, Bewerbungstraining, Praktikumsakquise und die Begleitung durch den SALO-Rehacoach zum möglichen neuen Arbeitgeber folgen. „Wir geben unseren Klienten erlernbare Kompensationsstrategien wie Pausenmanagement oder Gedächtnisstrategien an die Hand.“ Doch auch nachdem der Rehabilitand glücklich einen neuen Job gefunden hat, lässt SALO ihn nicht allein. „Es folgt eine sechsmonatige betriebliche Nachbetreuung, in der wir in regelmäßigem Austausch sämtlicher Beteiligter sind und bei eventuellen Konflikten eingreifen können“, beendete Sina Kremer ihre Präsentation.
Zum Abschluss hatten die Fachtag-Gäste in der „World-Café-Methode“ die Möglichkeit, das Erlernte zu bewerten und dem Team direkt Rückmeldung zu geben. Dann hieß es aber – raus in den Frühling und die Sonne genießen ☺








